Die münstersche CDU-Landtagsabgeordnete Simone Wendland hat mit Bedauern auf den Rücktritt von NRW-Ministerin Josefine Paul reagiert. „Wir haben an vielen Stellen miteinander gearbeitet – immer kollegial und wertschätzend trotz aller parteipolitischen Differenzen“, sagte Wendland. Für Münster und das Münsterland sei es ein Verlust, nun eine Vertreterin weniger im Landeskabinett zu haben.
„Wir haben im Wahlkreis gegeneinander kandidiert und anschließend im Ausschuss für Gleichstellung und Frauen in der Koalition so zusammen gearbeitet wie das bei den Parteien der demokratischen Mitte üblich sein sollte, parteipolitisch klar positioniert, aber an der Sache orientiert und den Kompromiss suchend“, so Wendland. Sie habe Josefine Paul im Ausschuss als außerordentlich engagiert und Stütze der schwarz-grünen Koalition erlebt. Die Gründe für ihren Rücktritt könne sie nachvollziehen. Gleichwohl müsse klar sein, dass die Diskussion über Versäumnisse nicht den Blick auf strukturelle Probleme rund um das Thema Migration verstellen dürfe.
„Die Menschen wollen vor allem, dass Probleme gelöst und Strukturen geschaffen werden, die ein solch schreckliches Verbrechen wie in Solingen zu vermeiden helfen – nicht, wer wann was wem gesagt hat oder auch nicht“, sagte Wendland.












