Wendland (CDU): GEMA-Entlastung hilft Vereinen bei Festen und Jubiläen

Die CDU-Landtagsabgeordnete Simone Wendland sieht im neuen GEMA-Pauschalvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen eine konkrete Entlastung für das Ehrenamt vor Ort.
Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt das Land unter bestimmten Voraussetzungen die GEMA-Kosten für Veranstaltungen gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Organisationen. Landesweit können rund 33.500 Vereine und Organisationen profitieren. Bis Ende 2027 stellt das Land dafür drei Millionen Euro bereit.
„Für viele Vereine ist jedes Dorffest, jedes Sommerfest und jedes Jubiläum nicht nur ein Höhepunkt im Jahreskalender, sondern auch ein finanzieller Kraftakt“, sagte Wendland. „Wenn Ehrenamtliche in Gelmer, Handorf, Coerde, Kinderhaus, Mauritz oder Altenberge Gemeinschaft organisieren, darf Bürokratie nicht zur Bremse werden. Das Land sorgt hier dafür, dass mehr Geld bei der eigentlichen Vereinsarbeit bleibt.“
Der Pauschalvertrag gilt für bis zu vier Veranstaltungstage pro Kalenderjahr und Organisation, wenn die Veranstaltung vorab bei der GEMA angemeldet wird und die Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört unter anderem, dass kein Eintrittsgeld erhoben wird und die Veranstaltungsfläche höchstens 500 Quadratmeter umfasst. „Das ist vor allem für kleinere Vereine wichtig, die keine großen Rücklagen haben, aber vor Ort unglaublich viel leisten“, so Wendland. „Heimat lebt nicht von Sonntagsreden, sondern von Menschen, die Zelte aufbauen, Kuchen backen, Musik organisieren und andere zusammenbringen.“
Wendland erwartet, dass die neuen Möglichkeiten jetzt auch praktisch bei den Vereinen ankommen. „Entlastung wirkt nur, wenn sie einfach nutzbar ist. Deshalb müssen die Informationen klar, verständlich und rechtzeitig in die Vereinslandschaft getragen werden“, erklärte die CDU-Politikerin. Zugleich sei richtig, dass geprüft werde, ob künftig auch Karnevals- und Schützenfestumzüge einbezogen werden können. „Gerade die traditionsreichen Feste vor Ort zeigen, wie stark unser gesellschaftlicher Zusammenhalt ist. Wer Ehrenamt stärken will, muss solche Strukturen dauerhaft unterstützen und ihnen das Leben leichter machen.“